Der kleine Maxl wurde bei uns am 23.01.2009 geboren und lebt nun in Nürnberg.

Sein Frauchen hat ihre Begeisterung für den kleinen Mann und seine Erlebnisse nun in kleinen Gedichten zu Papier gebracht.

Vielen Dank liebe Karin, für die wunderschönen und amüsanten Gedichtchen.

 

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Maxl noch bei uns

Maxl gratuliert!1

und Maxl heute.

Maxl

 Ich heiße Max und bin ein Hund,

 bin schwarzgelockt und kugelrund,

 

 na ja, soo dick auch wieder nicht,

 ehr so ein propprer kleiner Wicht.

 

 Meist bin ich fröhlich und gut drauf,

 belle gern im Dauerlauf,

 

 freu mich jeden Tag am Morgen

 aufs Spielen, Rennen ohne Sorgen.

 

 Das allerschönste aber ist,

 wenn Frauchen mich aufs Schnäuzchen küßt,

 

 mich knuddelt und mein Fellchen zaust

 und mit mir durch die Wälder saust.

 

 Mein Frauchen ist 'ne tolle Frau,

 mit Augen, beinah himmelblau,

 

 und tollem Haar, ganz lang und lockig:

 natürlich nicht wie meins, - so flockig.

 

 Sie ist schön schlank und nicht so rund

 wie ich, ihr kleiner süßer Hund.

 

 Ab und zu, da gibts auch Plag,

 so Sachen, die ich gar nicht mag,

 

 wie Zecken ziehen, Auto fahren

 und kämmen, ziepfen an den Haaren.

 

 Duschen ist auch gar nicht schön,

 aber danach gibts den Föhn,

 

 den mag ich gern, den warmen Wind;

 danach tob ich dann wie ein Kind

 

 durch die Wohnung und den Garten;

 ich kanns gar nicht mehr erwarten

 

 mit 'nem Bällchen rumzutollen,

 geh dabei echt in die Vollen,

 

 bin ein Super - Torschuß - Jäger,

 auch als Stürmer echt ein Feger;

 

 kann auch ganz toll was verstecken

 im Haus, im Garten, in den Ecken.

 

 Frauchen findet's wirklich nett,

 liegt ein Schweineohr im Bett,

 

 am besten noch in ihren Kissen, 

denn damit lasse ich sie wissen

 

 wie ganz und gar ich ihr vertrau.

 Sie ist halt eine tolle Frau!

 

Mein Bruder

 

Mein großer Bruder ist schon alt.

Er geht noch gerne in den Wald;

 

Doch mittlerweile braucht er lange

Zum Schnüffeln, Lesen und dem Drange

 

dem Rüden sich sehr gern ergeben

in ihrem Hunde – Mannes – Leben.

 

Früher frönt er dem Gesange,

wenn mit frohem Glockenklange

 

die Kirchenglocke lauthals dröhnte

auch Rambos frohes Lied ertönte;

 

doch mittlerweile schweigt er immer,

denn das Geläut, er hört’s fast nimmer;

 

nur wenn es an der Haustür schellt,

dann wuff ich und der Rambo bellt!

 

Ja, manchmal will er auch noch spielen,

doch mittlerweile kann ich fühlen,

 

dass Rambo meist zu müde ist,

drum nutze ich `ne kleine List,

 

klau ihm den Knochen, renne raus,

dann kommt auch Rambo aus dem Haus.

 

Ich flitze auf dem Rasen rum,

renne, springe, stell mich dumm,

 

Rambo hüpft und schüttelt sich,

und ich unterwerfe mich.

 

Tja, dann ist’s auch schon vorbei

Mit der Hunde – Spielerei;

 

muss ich mich allein vergnügen,

Rambo bleibt im Grase liegen!

 

Aus der Schnauze stinkt er heftig,

doch ich lieb ihn trotzdem mächtig;

 

er ist halt mein großer Bruder,

teile gern mit ihm das Futter,

 

kau für ihn die Knochen vor,

oder mal ein Schweineohr,

 

denn meine Zähnchen, die sind spitz,

seine, - na ja, die sind ein Witz!

 

Ich helf ihm wirklich gerne aus,

er ist halt meine Rambimaus

 

Und muss er einmal von hier gehen,

will ich, dass wir uns wiedersehn

 

im Himmel, wo wir Hunde sind!

Da wird er toben wie ein Kind!

 

Frauchen sagt, ich kann mich freu’n,

denn einst wird ich im Himmel sein

 

zusammen dann mit meinem Freund;

drum ist’s nicht nötig, dass ihr weint!

 

Seid sicher, ich hab keinen Fimmel:

Auch Hunde kommen in den Himmel!

 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

 

Heut geht’s dem Frauchen gar nicht gut;

Ich fühl’s, ihr fehlt heut jeder Mut.

 

Sie ist so müde oder krank;

Ich lauf mal schnell zum Pillenschrank.

 

Vielleicht gibt’s dafür `ne Tablette,

`ne hilfreich, praktisch, süße. Nette;

 

doch leider kann ich noch nicht lesen,

drum weiß ich nicht, was hilft genesen.

 

Ich muss halt etwas andres suchen,

vielleicht hilft ja ein Hundekuchen?

 

Ich nehm ihn auf und bring ihn ihr;

sie sagt bestimmt: „Du liebes Tier,

 

ich esse gern den guten Kuchen,

und danach werden wir’s versuchen,

 

gleich ein wenig joggen gehen!“

Ja, dann werden wir’s schon sehn,

 

das wird heut ein schöner Tag,

so ein Tag, wie ich ihn mag!

 

Bring den Kuchen an ihr Bett,

doch sie findet’s gar nicht nett;

 

sagt: „Maxl, pfui!“ und „Tu das weg!“

Traurig geh ich, hat kein’ Zweck.

 

Öhrchen hängen, Schwänzchen auch;

fühl `nen dumpfen Schmerz im Bauch;

 

wollt nur helfen, lieb und nett,

aber sie liegt stur im Bett.

 

Ringel mich im Körbchen ein;

Frauchen, das war echt gemein!

 

Leise sagt sie: „Komm mal her,

mein süßer, kleiner Teddybär!

 

Es tut mir leid, das war nicht nett;

komm, hopsi, rauf zu mir ins Bett!“

 

Ich bleibe stur, zeig ihr den Rücken;

wenn sie was will, muss sie sich bücken,

 

mich streicheln, knuddeln, Öhrchen wuscheln;

dann wird ich wieder mit ihr kuscheln!

 

 

Das Gewitter

 

Oh Hilfe, war das jetzt ein Blitz??

Frauchen sagt, der war ein Witz;

 

doch wenn es blitzt, dann donnert’s auch,

und dann wird’s in meinem Bauch

 

weich wie Pudding und ganz kalt,

dann brauch ich dringend einen Halt!

 

Will nicht betteln und nicht naschen,

auch kein Leckerli erhaschen,

 

kuschel mich an Frauchen an;

ja, ich weiß, ich bin ein Mann,

 

aber eben nur ein kleiner!

Frauchen sagt: „Komm her, mein Feiner,

 

bist ein großer Hasenfuß!“

Ach Frauchen, das ist kein Genuß

 

wenn es donnert und laut knallt!

Bin ja auch noch nicht so alt,

 

kenn das doch noch nicht so lange,

und das Grollen macht mich bange.

 

Vielleicht ist das ein Riesenhund,

der mich packt mit seinem Mund

 

und mich gleich in Stücke reißt,

oder nur ganz feste beißt!

 

Frauchen sagt, da droben am Himmel

ist ein furchtbares Gewimmel:

 

gute Engel und auch böse

machen dort ein Mordsgetöse;

 

denn da oben herrscht ein Krieg,

alle kämpfen um den Sieg;

 

doch eines lässt sich gleich vermuten:

siegen werden stets die Guten!

 

Und wenn ein Blitz zu Boden schnellt,

dann ist dort einer ausgezählt;

 

natürlich einer von den Bösen,

sonst wäre es auch schlecht gewesen1

 

Wenn der nun auf die Erde fällt,

dann knallt es laut, dann dröhnt die Welt!

 

Auch wenn ich das jetzt gut versteh

Und aus `nem andren Winkel seh,

 

denk ich, es wird am besten sein,

ich ringel mich im Körbchen ein,

 

tu so, als wär ich gar nicht da,

dann krümmt mir niemand nur ein Haar!